Montag, 29. August 2016

Kein Nähwetter

Da sich mein Nähzimmer unter dem Dach befindet, war ich in der letzten Woche dort nicht so oft anzutreffen. Es gab angenehmere Zimmer im Haus. Bei Barbara hatte ich aber eine faltbare Einkaufstasche gesehen und die wollte ich unbedingt schnell ausprobieren. Den Amy Butler Rest hatte ich ebenso noch liegen wie den Stoff für Träger und Innentäschen. Herausgekommen ist ein geräumiger Einkaufsbeutel, in den viel reinpaßt.


Das kleine Innentäschchen, in den sich der Taschenbeutel verstecken läßt, habe ich allerdings noch eine Idee kleiner genäht als in Barbaras Anleitung, weil ich es gerne möglichst kleinformatig habe. Das klappt auch richtig gut und die Tasche macht sich schön klein.


Meinen neuen Einkaufsbeutel verlinke ich beim "Modern Patch Monday".

Montag, 22. August 2016

Lenkertasche von Farbenmix

Zur Zeit kann ich mich vor Aufträgen meiner großen Tochter nicht retten. Für die Klassenfahrt übernächste Woche zur Ostsee durfte ich ihr schon eine mobile Umkleidekabine nähen (kennen viele bestimmt noch aus den 80ziger Jahren), da Mama ja nicht da ist zum Handtuch-halten am Strand.
Am Wochenende stand eine Fahrradtour mit anschließendem Zelten auf dem Programm. Aber wie alles auf dem Fahrrad transportieren? Rucksack und Fahrradkorb haben ja auch nur ein begrenztes Fassungsvermögen. Und sich das Gepäck von den Eltern per Auto transportieren lassen ist sowas von uncool. Da fiel mir die Lenkertasche der Taschenspieler3-CD von Farbenmix ein. Vorher war ich übrigens überzeugt, genau diese Tasche niemals zu nähen. Zunächst war geplant, sie komplett aus Jeans zu nähen, aber weil Jeans nicht wasserabweisend ist, habe ich Vortaschen und Boden aus beschichteter Baumwolle zugeschnitten.


Die Vordertasche habe ich unterteilt. Im größeren Fach befindet sich ein Karabiner für Schlüssel, etc. Das Label befand sich ursprünglich auf der zerschnittenen Jeans. Rechts und links habe ich Gürtelschlaufen angebracht. Dort kann man einen Träger einhaken, falls man die Tasche vom Lenker abknöpft und sich über die Schulter hängen möchte.


Auf der Rückseite ist eine sogenannte Multitasche mit vier abgeteilten Fächern. Entgegen der Anleitung wird die Tasche nicht mit Schnallen am Lenker befestigt, sondern mit KamSnaps. So konnte ich das Gurtband kurz halten und man kann die Lenkertasche auch mal seitlich am Gepäckträger anbringen.


Innen befindet sich auf der einen Seite ein Knopflochgummiband, so abgeteilt, dass vier 0,5 l Flasche nebeneinander hineinpassen und nicht umkippen können. Überhaupt ist die Tasche mit ihren 50 x 40 cm überraschend geräumig und kann so einiges an Proviant aufnehmen. Auch hier noch ein zweiter Karabiner am langen Band. Der Boden ist innen aus Jeans. Dadurch konnte ich mir das Verstärken mit Vlieseline sparen.


Gegenüberliegend ist ein großes Reißverschlußfach. Das Hauptfach hat zwei gegenläufige Zipper. Das finde ich ganz praktisch zum Öffnen.



Und wieder einmal habe ich es geschafft, eine Tasche komplett aus Stoffen und Zubehör aus meinem Fundus zu nähen. Nix wurde zugekauft, sogar das Knopflochgummiband hatte ich in einer Schublade, herausgetrennt aus einer ausrangierten Kinderjeans.
Verlinkt ist die Lenkertasche bei "Mount Denim adé!" und beim "Modern Patch Monday".

Mittwoch, 17. August 2016

Urlaubsmitbringsel

Im Urlaub sah in an verschiedenen Ständen selbstgemachten Gelee aus Heckenrosen. Anstatt ein Glas fertigen zu kaufen, habe ich am Abreisetag eine Tüte voll Blüten gepflückt und, zu Hause angekommen, weiter verarbeitet. Herausgekommen ist ein aromatischer Gelee mit toller Farbe. So kommt noch eine Weile Urlaubsfeeling aufs Frühstücksbrot.


Wer auch mal einen Heckenrosengelee ausprobieren möchte:
Von 20 - 25 Blüten  die Blütenblätter abzupfen, vorsichtig waschen und in der Salatschleuder trocknen. Die Blütenblätter mit 750 ml abgekochtem Wasser übergießen. Den Saft einer ausgepreßten Zitrone dazugeben und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag abseihen und 750 ml Saft mit 500 gr. Gelierzucker 1:2 mischen. Nach Packungsanweisung den Gelee kochen und heiß in Gläser füllen. Diese Menge ergibt ungefähr vier Gläser. Ich hatte soviele Blüten gepflückt, dass es für die doppelte Menge reichte.

Montag, 15. August 2016

Grüße aus Deutschland - Grüße aus dem Sauerland

Als ich von der EQA Ausschreibung für das Festival of Quilts 2016 in Birmingham las, fand ich Thema und die Vorgabe, eine Briefmarke in den Quilt einzuarbeiten, sehr interessant. Fortan war nicht der Inhalt unserer Post das Wichtigste, sondern die Briefmarke, die auf dem Umschlag klebt. Wegen des hiesigen Copyrights mußte es eine original Briefmarke sein und keine Kopie, Stickerei oder Ähnliches.
Also wurde jede ankommende Briefmarke auf ihre Möglichkeit, sich in einen Quilt zu integrieren, überprüft. Sich für eine Briefmarke zu entscheiden war gar nicht so einfach. Das Rennen machte schließlich ein herbstlicher Buchenwald, denn hier im Sauerland sind wir von Wäldern umgeben, auch wenn es überwiegend Fichtenwälder sind.


Die Briefmarke habe ich unter Folie, die ich normalerweise für meine Projekttäschchen verwende, gelegt, damit sie Transport und Ausstellungen heil übersteht. Was man auf den Fotos nicht gut sieht: den Rand der Folie habe ich mehrfach mit der Zackenschere bearbeitet, um diesen speziellen Briefmarkenrand zu haben.
Die Blätter habe ich mit Hilfe eines genialen Stoffklebers namens "Coccoina", den mir Gisela mal geschenkt hatte, auf den Quilt fixiert und mittig festgenäht. Dadurch werden die Blätter schön plastisch.


Martina war so lieb und hat mir aus Birmingham Fotos meines Quilts mitgebracht und mir ausdrücklich erlaubt sie auf meinem Blog zu zeigen, was ich natürlich sehr gerne mache. Mein Quiltchen ist übrigens nicht schief fotografiert, nein er hängt so schräg, dass es sich nicht anders fotografieren ließ.


 Hier der gesamte deutsche Beitrag, der zeigt, wie vielfältig Deutschland ist.


Kleiner Wermutstropfen: auf dem Namensverzeichnis steht der falsche Titel. Ich hatte zwei Quilts eingereicht und die Titel sind dummerweise vertauscht worden. Ich hoffe, dass das für die nächste Ausstellung noch geändert werden kann. Der richtige Titel lautet "Grüße aus dem Sauerland".

Sonntag, 14. August 2016

Sonne kann ja jeder

Schon vor ein paar Wochen prophzeite mir ein befreundeter Landwirt, dass wir einen typischen Schaltjahres-Sommer haben, sprich unbeständiges Wetter statt Sonne pur von Juni bis September. Aber wer wird schon Zeuge einer kleinen Sturmflut mitten im Sommer. Hat auch irgendwie was.


Die erste Reihe der Strandkörbe wurde ein ganzes Stück Richtung Dünen geschoben, sonst wäre wohlmöglich der eine oder andere baden gegangen. Auch der Mülleimer im Vordergrund wurde kurze Zeit später in Sicherheit gebracht.


Die Wellen waren einfach fazinierend.



Da paßt es, dass ich im windgeschützten Strandkorb viel an meinem "Aprilwetter"-Kissen sticheln konnte. Das Muster ist ein Entwurf von Hilde Klatt im Rahmen der Monatskissen der Patchworkgilde. Sowohl die karierten und gestreiften Stoffe als auch den grünen Beistoff hatte ich alle in meinem Fundus.


Die Wolken waren immer wieder toll anzuschauen und zu fotografieren.


Auch dieses Phänomen kam mir vor die Linse. Zu unserem Glück kam es nicht zum Bodenkontakt. Dann wäre es wohl ungemütlich geworden.


 Sonnige Momente gab es aber auch immer wieder, es hatte wirklich viel von Aprilwetter.


Auch an der Nordsee werden Schlüssel versenkt.


 Um diese Ehe steht es hoffentlich besser als es das Schloss vermuten läßt.


 An einem ruhigeren Strandabschnitt begegnete uns dieser putzige Kerl.


Sonnenuntergänge mit Wolken haben einfach das gewisse Etwas.


Zuhause angekommen wartete noch ein nachrägliches Geburtstagsgeschenk von Michi auf mich. Da ist es doch richtig schön nach Hause zu kommen.

Samstag, 6. August 2016

Noch eine Shorts

Ich hatte es ja gleich geschrieben: die erste Shorts für meine Jüngste war nur ein Probemodell, das sie aber gerne und viel trägt. Das war Motivation genug, noch eine zweite Shorts schnell hinterher zu schicken. Schwarz mit ein wenig weiß wurde gewünscht. 
Für die Shorts habe ich einen etwas festeren Jersey gekauft, was sich als genau richtig herausgestellt hat. Dieses Modell ist durchaus Strand- oder Sporthallentauglich. Lediglich der weiße Jersey fürs Einfassen ist aus der dünnen Qualität.


Wieder habe ich ins Bündchen Ösen eingeschlagen. Falls es später mal ausleiert, kann so ein Hoodyband eingezogen werden. Unterlegt habe ich die Ösen mit braunem Kunstleder, welches weicher als SnapPap ist. Die Taschen habe ich dieses Mal mit einem Rest Bündchenware eingefaßt, als kleiner zusätzlicher Hingucker sozusagen.

Samstag, 30. Juli 2016

Alexa trifft JohnBoy

Nein, das ist keine neue amerikanische Soap, so heißen zwei Taschenschnitte von Elbmarie, die ich ausprobiert habe.


Den Schnitt "JohnBoy" gab es schon letztes Jahr zu Nikolaus als Freebook, aber ich habe lange nach einem schönen Wachtuch mitsamt passenem Kunstleder und Gurtband gesucht. Da ich wenig Erfahrung im Nähen mit Wachstuch und Co. habe, habe ich bei dem ersten Modell auf jegliches Schnickschnack wie Innentaschen, etc. verzichtet und steng nach Anleitung genäht.


Den metallisierten Reißverschluß habe ich bei Machwerk gekauft. Er ließ sich sehr gut verarbeiten und wertet die Tasche unheimlich auf.


Fürs erste Mal bin ich ganz zufrieden, nur bei den Reißverschlußenden hat meine Nähmaschine ein wenig gestreikt.


Meine "Alexa" ist aus einem japanischen Echinostoff. Kein Wachstuch, da ích zum einen kein schönes Muster gefunden habe und vor allem Muffensausen hatte, dass es mit Wachstuch vor allem bei den aufgesetzten Taschen schiefgeht. Denn die hatte es in sich. Trotz des Tipps von Sabine den Kantenfuß, der seit 17 Jahren jungfräulich im Zubehörfach lag, zu benutzen, brauchte ich mehrere Anläufe, bis ich mit der Naht der aufgesetzten Tasche zufrieden war.


Letztlich geholfen hat, den Obertransport meiner Pfaff, ohne den ich eigentlich nie nähe, abzuschalten. Dadurch saß der Kantenfuß tiefer und hatte eine bessere Führung entlang der Taschenkante. Jetzt verläuft die Naht genau so wie es sein sollte.


Überhaupt, so schnell wie "Johnboy" genäht war, so schwer habe ich mit der anderen Tasche aus dem Hause Elbmarie getan. Selbst das Reißverschluss-Aufziehen, das eigentlich immer wie von allein geht, hat dieses Mal eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Und das Reißverschlußende ist jetzt etwas kürzer als es sein sollte, aber ich wollte die ganze Prozedur nicht noch einmal wiederholen. So mußte ich die Tasche einige Male einfach beiseite legen und erst mal ein anderes Projekt zwischenschieben, um nicht völlig zu verzweifeln. Aber sonst sitzt der Reißverschluß eigentlich jetzt perfekt.


Als Einlage habe ich wieder zur G700 gegriffen. Sie gibt der Tasche Stand ohne steif zu wirken.


Um die süßen Vögel nicht komplett zu verdecken habe ich die Variante mit nur eine Vordertasche gewählt. Der Stoff der Vordertasche wiederholt sich im Taschenboden.


Fürs Futter habe ich im hiesigen Stoffladen wunderschöne 'Tante Ema'-Stoffe gefunden.


Die Innentasche kann man dank Klettband abnehmen. Das finde ich sehr praktisch und werde das sicherlich bei anderen Taschen auch mal anwenden.


Auf der Rückseite sieht man die süßen Vögel noch mal gut.


Und damit mache ich nach längerer Pause mal wieder beim Taschen-Sew-Along mit, denn meine Alexa ist eine richtig schöne Sommertasche.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Gewickelt

Ein neues Sommerkleid mußte auch sein. Im Netz habe ich verschiedene Versionen des Kielo Wrap Dress gesehen. Zuerst hatte ich vor, die lange Version zu nähen, der Stoff hätte auch locker gereicht. Aber dann kamen mir Bedenken, ob so ein langes Kleid alltagstauglich ist. Es nur für den Urlaub zu nähen war mir zu wenig. Und Einladungen zu Hochzeiten kommen nur noch selten, inzwischen scheinen alle Freunde verheiratet zu sein, und wie wir diesen Sommer feststellen mußten, trifft man sich jetzt eher auf Beerdigungen als auf runden Geburtstagen. So habe ich dann doch lieber gekürzt.


Das Muster fand ich witzig, erinnert mich irgendwie an Akkupatz-Schwämme.


Genäht ist es wirklich schnell, es sind nur ein paar Nähte zu schließen. Am aufwendigsten sind die Ausschnittränder. Der Schnitt erinnert irgendwie an Fledermäuse.


Der Stoff ist eine leichte Viskose, angenehm zutragen, aber unter der Nähmaschine recht flutschig. Aber die Abnäher vorne und hinten sitzen trotzdem perfekt.


Jetzt muß nur das Sommerwetter noch lange anhalten. Mein neues Kleid verlinke ich beim MeMade Mittwoch.

Dienstag, 26. Juli 2016

Alles Jeans 3.0

Der beste aller Ehemänner hatte sich zum Geburtstag einen eBook-Reader gewünscht und auch bekommen. Als er ihn nun auch endlich mal "fütterte", fiel mir auf, eine Hülle wäre ja auch nicht schlecht. Nach einer Idee, wie die Hülle aussehen könnte, brauchte ich auch nicht lange suchen, hatte ich ja schon ähnliche Handyhüllen genäht. Durch Raw Edges ging das Nähen auch ratzfatz.


Als Verschluß dient ein Stück des Saum der verwendeten Jeans, auf den ich ein Stückchen Klettband genäht habe. Ein Verschluß mit KamSnaps war mit zu riskant. Bei meiner Tablettasche klappt das zwar nach wie vor gut, es ist noch nix passiert, aber sicher ist sicher.


Nicht nur DH wurde diese Woche bedacht, nein, auch ich bekam am Wochenende noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von Angelika aus dem hohen Norden, über das ich mich sehr gefreut habe. Plotterfolien, süße Knöpfe und ein Fingerhut aus Cadiz.


Die eBook-Reader-Hülle ist bei 'Mount Denim ade!' verlinkt.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Sommertop - luftig leicht

Neulich entdeckte ich in unserer Stadtbibliothek in einer Burdamoden vom Frühjahr ein nettes sommerliches Top, schnell zu nähen. Stoff war im hiesigen Laden auch schnell gefunden. Schnitt abgezeichnet, zugeschnitten und ran an die Nähmaschine. Wie diesem Sommer modern liegen die Abnäher am Ausschnitt außen. Am 'lebenden Modell' gefällt es mir nicht ganz so gut, aber ein Blick ins Heft zeigt, dass es gewollt ist, dass der Halsausschnitt ein wenig wellig fällt. 


Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt und trage das Top wirklich gern, denn es ist luftig leicht und somit bei Hitze ideal. 


Ich mußte den Schnitt allerdings deutlich verlängern, was ungewöhnlich ist, denn ich bin ja nicht wirklich hoch gewachsen.


Bleibt zu hoffen, dass wir noch lange das sommerliche Wetter genießen können.