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Sonntag, 29. Juni 2014

Flowerpower trifft Schwarz-Weiß

Da hat man monatelang nicht eine Einladung und dann sind es gleich zwei an einem Wochenende. Das Eine eine 70ziger Jahre Party, zu der ich mich dem Motto entsprechend einkleiden mußte. Zunächst hatte ich gehofft, dass ich bei meiner Ma noch fündig werde, doch ich mußte selbst Hand anlegen. Zu meiner Überraschung gibt es aber bei Burda Retroschnittmuster, so dass es gar kein Problem war, an ein passendes Outfit zu kommen, denn die Stoffe sind zur Zeit ja auch viel im Stil der 70ziger Jahre und sogar bei Schuhen wird man fündig. Dazu noch ein gehäkeltes Mützchen, fertig.


Und das Mützchen zu häkeln hat sogar wider Erwarten richtig Spaß gemacht. Die Blume habe ich frei weg ohne Anleitung gehäkelt.


Bei dem schwarzweißen Stoff war es Liebe auf den ersten Blick. Gekauft habe ich ihn schon in Einbeck beim Stand von Stoffzauber. Mein allererster Gedanke war, daraus  eine  Tasche zu nähen. Dann kam mir aber ziemlich schnell die Idee für ein Kleid, von dem ich wußte, dass ich es brauchen würde und habe reichlich Stoff gekauft, weil ich noch nicht wußte, welchen Schnitt ich nehmen könnte. Das Zuschneiden war ein wenig kniffelig, weil der Rapport 90 cm hoch ist und das Stoffmuster an den Nähten zusammen passen sollte. Nach einigem Hin- und Herschieben und Kürzen des Rockschnitts hat auch das ganz gut geklappt. Ich denke länger hätte das Kleid auch nicht sein müssen. Und nach dem Zuschnitt des Kleides ist auch noch so viel Stoff übrig, dass es auch noch für eine Tasche reicht.

Donnerstag, 14. November 2013

My Boshi is over the Ocean

Ich weiß, der echte Liedtext geht ein wenig anders, aber Häkeln gehört nicht unbedingt zu meinen großen Leidenschaften und so schoß mir der Liedtext in dieser Form durch den Kopf, als ich (widerwillig) die Wolle kaufte.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich meinen Großeltern zum Einzug ins neue Haus eine Hülle für die Ersatztoilettenpapierrolle häkeln mußte und diese ziemlich windschief wurde. Irgendwie hatte ich die Zunahmen an den falschen Stellen gemacht oder es waren zu viele. Jedenfalls war sie windschief und nicht besonders hübsch. Mein Opa hielt sie trotzdem zeitlebens in Ehren, wahrscheinlich weil er ahnte, wieviel Schweiß darin steckte.
Als im letzten Winter die Boshi-Mützen in Mode kamen, fragte ich vorsichtig meine Tochter, was sie von dieser Modeerscheinung denn so halten würde und war so was von froh, dass sie nicht Objekt der Begierde war. Glück gehabt, dachte ich nur und war richtig glücklich über ihre ablehnende Haltung.
Leider trat neulich selbige Tochter an mich heran: "Mama, diese Boshi-Mützen, in meiner Klasse trägt man die jetzt. Alle haben schon eine, nur ich nicht...." Den Rest könnt ihr euch denken. Und so stand ich dann nicht besonders glücklich im Geschäft an der Kasse und mir schoß besagtes Lied durch den Kopf.


Zum Glück ist so eine Boshimütze wirklich schnell gehäkelt und ich hoffe, Tochterkind weiß diese Mütze besonders zu schätzen. Noch eine bekommt sie von mir nicht, die muß sie sich dann selbst häkeln. Schließlich war ich damals auch ungefähr in ihrem Alter und Häkeln kann sie inzwischen dank eines Urlaubs bei der Oma.


Als ich meiner Mutter von meinen Häkelversuchen erzählte und diese Toilettenpapierhaube erwähnte, fragte sie mich, ob die so grünlich gewesen wäre. Als ich das bejahte, nahm sie mich mit in mein altes Zimmer, und was steht dort im Bad auf der Fensterbank: das grüne Etwas von anno tuck. Ich fass' es nicht. Eigentlich dachte ich, dieses Relikt meiner kreativen Anfänge wäre inzwischen entsorgt worden.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Bin ich schön?

Den Hintergrund für diese nicht ganz ernst gemeinte Überschrift verstehen wohl nur Insider (Hallo, Gisela), es würde auch zu weit führen, es hier zu erläutern. Aber genau das schoß mir so in den Kopf, als ich die Make up Pads gehäkelt habe. Sie sind super schnell gehäkelt, auch für Häkel-Dummies wie mich, und man kann wunderbar kleinste Reste verbrauchen. Und schön bunt macht gute Laune. Nach Gebrauch einfach im Wäschesack in die Waschmaschine, damit sie dort nicht verloren gehen.


Die NähMa mußte aber auch arbeiten, denn meine Jüngste hatte sich schon vor geraumer Zeit einen neuen Rock gewünscht. Ich wußte vorher gar nicht, dass man auch in so jungen Jahren schon vor einem gut gefüllten Kleiderschrank stehen kann und 'nichts anzuziehen' hat; dachte, dieses Phänomen entwickelt sich erst im Erwachsenenalter. Ich wurde eines Besseren belehrt, aber zum Glück konnte ich nun Anhilfe schaffen. Der Stoff, ein Feincord, lag schon seit längerem griffbereit.


Der beste aller Ehemänner hat sich von der besonders aufmerksamen Seite gezeigt und mir von seiner Dienstreise nach Finnland diese beiden Fingerhüte mitgebracht und dabei sogar riskiert den Flieger nach Hause zu verpassen. Wie glücklich er mich damit gemacht hat, könnt ihr euch sicher denken.

Samstag, 12. Mai 2012

Häkelblumen und Überraschungspost

Diese Woche habe ich mich mal ans Häkeln gewagt, zunächst an recht einfache Häkelblumen mit asymmetrischer Mitte.


Nachdem es mit diesen Blümchen ganz gut geklappt hat, habe ich mich an eine etwas aufwendigere Blume gewagt. Mit den Blumen werden nun T'shirts, Jeanshosen und vielleicht die eine oder andere AMC aufgehübscht.


Heute kam dann ein dicker Brief von Michi, die mich mit diesem Buch über die Geschichte einer mutigen Frau, die mit den Aborigines wanderte und dabei die Geheimnisse und Weisheiten des Stammes erfährt, überraschte.

Freitag, 23. September 2011

Zum Wochenende

Diese Woche ist nicht viel fertig geworden, weil ich ein etwas größeres Projekt unter der Nähmaschine habe. Zeigen kann ich aber die beiden Häkelarmbänder, die sich meine Mädels gewünscht hatten.


Und eine weitere Idee von Angelika habe ich aufgegriffen und meine Knopfkiste um einiges an Knöpfen erleichtert.


Da die Tischdeko für die Kaffeetafel nun fertig ist, gibt's passend dazu auch noch ein Kuchenrezept für euch. Schnell gemacht und gelingt immer. Dieses Exemplar ist leider nicht für uns, sondern für den hiesigen Fechtverein, der an diesem Wochenende ein Turnier ausrichtet.

Quark-Obstkuchen
Aus 200 g Margarine, 150 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 2 Eiern, 200 g Mehl und 1 TL Backpulver einen Rührteig herstelen.
500 g Speisequark Magerstufe, 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver, 1 kl. Ei und 100 g Zucker verrühren und auf dem Rührteig verteilen.
1 Glas Schattenmorellen oder 1 Dose Aprikosen abtropfen lassen und das Obst auf er Quarkmasse verteilen.
100 g Mehl, 75 g Margarine und 75 g Zucker zu Streusel verarbeiten und auf dem Obst verteilen.
Bei 190 °C 50 - 60 Minuten backen.

Sonntag, 18. September 2011

Häkeln und Lieseln

Anfang des Monats zeigte Angelika auf ihrem Blog ein gehäkeltes Armband von Fru Madsens. Sie war auch lieb, mir die dänische Anleitung zu übersetzen. Da es schnell gehäkelt ist, wird es sicher nicht bei dem einen bleiben, zumal meine Mädels schon Gefallen daran gefunden haben.


Nachgeholt habe ich nun auch die fehlenden Blöcke 7 bis 9 des Lieselsamplers der Sofaquilter.



Und zwischendurch habe ich noch Weintraubengelee gekocht. Wegen des verregneten Sommers ist unsere Weintraubenernte zwar leider nicht so üppig ausgefallen wie es im Frühjahr zu erwarten war. Aber sie ist immerhin besser als im letzten Jahr, als die Ernte komplett ausgefallen ist.

Samstag, 13. November 2010

Jetzt häkelt sie auch noch

Im Strickfieber bin ich ja schon seit ein paar Wochen, fast jeden Abend klappere ich mit den Stricknadeln. Nun scheint mich auch das Häkelfieber gepackt zu haben. Bei den Grannys bin ich ja noch standhaft geblieben, aber als ich die Halsschmeichler von Gisela gesehen habe, war es um mich geschehen. Gisela war dann auch noch so lieb und hat mir die englische Anleitung des Queen Ann's Lace Scarf ins Deutsche übersetzt, außerdem jeden Schritt fotografiert und mir ganz lieb geholfen, als es im ersten Anlauf nicht klappen wollte.


Und wenn frau erst mal den Bogen raus hat, hat man den Halsschmeichler - wie Gisela mir prophezeit hat - in einem Abend fertig. Und eines ist sicher, das bleibt kein Einzelstück.