Dienstag, 11. Juni 2013

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

Udo Jürgens war noch niemals in New York, ich war noch niemals in Berlin. Daher war meine Vorfreude auf die Stadt und die Patchworktage besonders groß. Und um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: In NY war ich auch noch nie.


Der Empfang für die Besucher aus Richtung U-Bahn-Station Südstern war erst mal sehr vielversprechend mit einem geschmückten Fahrrad, Plakaten, Luftballons und bunten Bändern, aber in der Schule angekommen kam schnell die Ernüchterung:


Selbst einige Aussteller konnten das strikte Fotografierverbot nicht nachvollziehen. So hatten die netten Damen der niederländischen Gilde kein Problem damit, dass Fotos ihrer wunderschönen Quilts gemacht wurden. Auch die fröhlichen Damen der französische Gruppe Les Idées Détournées forderten dazu auf, unbedingt Fotos ihrer phantasievollen Kreationen aus Mülltüten, Videobändern, Eisbecherschirmchen, Kaffeetüten und PET-Flaschen zu machen; ist es doch die beste Werbung für sie, wenn darüber mit Bild berichtet wird. Und an die Vielzahl ihrer Ideen könnte man sich ohne Foto gar nicht erinnern, was wirklich schade wäre.


Vielleicht gibt es da ja auch mal ein Umdenken bei den Organisatoren solcher Veranstaltungen, denn in anderen Ländern ist zu solchen Anlässen auch das Fotografieren erlaubt.
Leider waren die Räumlichkeiten der Schule sehr unübersichtlich und man mußte lange suchen, wenn man einen bestimmten Stand ein zweites Mal aufsuchen wollte. Oft irrte man eine halbe Ewigkeit durch die vielen Gänge, wenn man sich Namen und Raum-Nr. nicht gemerkt hatte. So blieben diese Schutzengel-Püppchen, die ein Aids-Projekt in Afrika unterstützen, beim ersten Gang unentdeckt.


Es gab aber auch viel Erfreuliches: ein freudiges Wiedersehen mit Hanna, Claudia, Martina, Cordula und den anderen Mitglieder der Kölner Quiltgruppe. Auch Bea's Wege kreuzten sich immer mal wieder mit meinen.


Und ein Berlin, das sich im schönsten Sommerwetter zeigte. Zum Glück blieb auch noch genug Zeit für kurze Besuche der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Und nirgends war ein Schild 'Fotografieren verboten'!



entlang der Bernauer Straße

East Side Gallery

Und ein paar Souvenirs vom ostdeutschen Ampelmännchen für meine Töchter und Berliner Fingerhüte und Pins der niederländischen Gilde für mich kamen dann auch noch ins Gepäck. Die Gummibärchen haben es noch gerade aufs Bild geschafft, :o)


Die Rückfahrt per Bahn war dann noch mal recht abenteuerlich, da aufgrund des massiven Hochwassers die Elbbrücke der Bahn gesperrt war, alle Züge über Stendal umgeleitet werden mußten, und es so zu Zugausfällen und Verspätungen von über 3 Stunden kam. Bedrückend die kilometerlange Durchfahrt durch überschwemmte Gebiete, menschenleer, nur ab und an mit Sandsäcken beladene LKW's, Feuerwehr und Hubschrauber, die aus der Luft die Lage beobachten. Zum Glück habe ich den besten aller Ehemänner, der dann noch spätabends losgefahren ist, um mir eine nächtliche Irfahrt durch die Povinz zu ersparen.

9 Kommentare

Hanna hat gesagt…

Liebe Britta,
Schön, Dein Bericht. Du hast die Stadt erobert, wir hatten es lustig gemeinsam mit den anderen und insgesamt war es doch die Reise wert - bis zum nächsten Mal, liebe Grüße
Hanna

Bea hat gesagt…

Ui, die Ampelmännchen-Ausstechförmchen hätte ich mir auch gekauft. Leider sind mir die nicht über den Weg gelaufen - schnüff.
Ansonsten war es toll, dich getroffen zu haben und ich bin froh, dass du gut wieder zu Hause angekommen bist!
Liebe Grüße
Bea

Birgit hat gesagt…

Liebe Britta,
ich freue mich, dass du uns an deinem Ausflug nach Berlin teilhaben lässt, und uns trotz Fotografierverbot so viele schöne Fotos zeigst.
Beim nächsten Mal sehen wir uns dann wieder.
Liebe Grüße
Birgit

stufenzumgericht hat gesagt…

Liebe Britta,
genauso war's mega ärgerlich dieses blöde Verbot, aber dafür war es mit uns allen umso schöner! Ein toller Post mit klaren Worten, dem kann ich nur zustimmen!!! GlG, Martina

Petruschka hat gesagt…

Schöne Fotos aus Berlin kannst du uns zeigen, auch wenn wir sicher gerne auch andere von Genähtem gesehen hätten. Ampelmännchen sind Kult, nicht wahr. Und Ampelfrauen noch mehr! Die habe ich in Dresden gesehen.

LG, Petruschka

Angelikas quilts and knits hat gesagt…

Liebe Britta,
den Ampelmännchen-Fingerhut habe ich mir im letzten Jahr auch gekauft, und wenn ich die Keksausstecher gesehen hätte, wären die auch mit ins norddeutsche Flachland gekommen :-)

Berlin fand ich nicht so prickelnd dass ich wieder hin müsste. Nach New York würde ich jederzeit und immer wieder fliegen :-)

Liebe Grüße
Angelika

Mein Kuddelmuddel hat gesagt…

Liebe Britta,
das Fotografierverbot hätte mich auch geärgert, aber alles andere hätte ich gerne mit dir genossen...beim nächsten Mal, wird alles besser! ;-)
Liebe Grüße
Gisela

Nilya hat gesagt…

Da hast du echt Glück gehabt, ich habe das mit dem Fotografieren bei den netten Nachbarländern nicht mitbekommen. Schön, dass du meine Lieblingsstadt in so tollem licht gesehen hast, auch wenn die Rückfahrt sehr unheimlich war.

Claudia hat gesagt…

Liebe Britta,
stimme dir völlig zu! War schön, dich mal wieder zu treffen!
Alles Liebe
Claudia